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Willkommen

>> Sonntag, 14. August 2011

Dies ist die Internetseite des Projektstudiums Baumanagement zum Thema "Neubau der Henkel-Brücke in Genthin". Hier findet ihr Informationen zum Projekt, Fotos von Besichtigungen und Untersuchungen und Einblicke in den Ablauf des Projektstudiums.

Dieses Projektstudium stellte einen wesentlichen Bestandteil des 6. Semesters im Studiengang Bauingenieurwesen dar. Insgesamt fanden sich 13 Studenten, die die Herausforderung, den Neubau einer Brücke zu planen, nicht scheuten.

Die Leitung des Projektstudiums übernahm Professor Dipl.-Ing. Hellmuth Batel. Am 07. April 2011 startete das Projekt mit der ersten Sitzung, in der uns Professor Batel auf die Ziele und den Lernerfolg bei der Bearbeitung eines solchen Projektes einstimmte. Professor Batel erklärte uns die Aufgabe, die uns in den kommenden Monaten beschäftigen sollte: die eigenständige Entwicklung einer neuen Fußgängerbrücke in Genthin.

Bisher waren Projekte für uns Studenten meist fiktiv, doch dieses Projekt sollte nun tatsächlich für das Wasserstraßen-Neubauamt (WNA) geplant und später realisiert werden. Für uns Studenten begann an diesem Tag eine sehr aufregende Zeit. Aufgrund der Bachelorumstellung war das Lehrgebiet Brücke herausgefallen, so dass wir Studenten von Null auf Hundert starteten.

Heute sind wir stolz auf unsere Leistung und präsentieren nun unser Projektstudium.

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Friedensbrücke in Genthin

Die Friedensbrücke in Genthin ist eine Stahlstabbogenbrücke über den Elbe-Havel-Kanal.
Diese ist für Fahrzeuge gebaut und aus den gleichen Gründen (Anhebung der nötigen lichten Höhe auf Grund der Wasserschifffahrt) neugebaut worden. Sie umfasst eine ähnliche Spannweite wie die Henkel-Brücke in Genthin und wurde ebenso vom WNA in Auftrag gegeben. Im Gegensatz zur Henkel-Brücke wurde jedoch die vorherige Fachwerkkonstruktion der Friedensbrücke im Zuge der Baumaßnahmen im Herbst 2010 ersetzt.

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Vortrag IG Gnade

Am 29. Juni 2011 fand der Vortrag und anschließende Workshop durch Herrn Gnade von der Ingenieurgemeinschaft Gnade statt.

 Die “Sternbrücke”, ein Projekt welches von der Ingenieurgemeinschaft Gnade mit geplant wurde, diente als Einleitung für seinen Vortrag.

Die Brücke, um 1922 fertiggestellt und 1945 von den Faschisten gesprengt, wurde im Jahre 2005 neu aufgebaut. Sie ist in ihren Ausmaßen zwar kein Vergleich zur “Henkel-Brücke“, allerdings veranschaulichte uns Herr Gnade mittels Bildmaterial und seinen fachlichen Erläuterungen den Ablauf und die technischen Punkte, die bei einer Planung von entscheidender Bedeutung sind, sehr genau. Nach einer kurzen Gegenüberstellung der alten Konstruktion (damals noch als Sprengwerk ausgebildet) und der neuen Brücke erläuterte uns Herr Gnade einige Detailpläne. Fragen konnten zwischendurch gestellt werden und wurden detailliert von ihm beantwortet.
Die zweite vorgestellte Brücke war das Bauwerk 93A (BW 93A) am B6N Abschnitt Güsten-Ilberstedt an der DB Strecke Köthen-Aschersleben. Hierbei handelt es sich um eine Stahlfachwerkskonstruktion, welche gewählt wurde, um einen späteren anfallenden Anhub der Brücke statisch einfacher zu gestalten.

Es wurden viele vorbereitete Fragen aus den Gruppen Ausführungsplanung und Vorbereitung der Vergabe gestellt, die Herr Gnade nicht nur beantworte, sondern zusätzlich mit wertvollen Hinweise aus der Praxis ergänzte, u.a.:

1. Beachtung der Abschnittsfugen im Fundament in der Detailzeichnung (AFP)
2. Einsicht der ZTV Ing. – Welche Farben sind UV-geschützt?
3. Die Stahlkonstruktion ist in 3-4 Abschnitte (“Schuss”) zu unterteilen (ein “Schuss” = 20-25m)

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Vortrag IB Fanger

Den ersten Vortrag als externer Referent an unserer Fachhochschule hielt Herr Fanger vom gleichnamigen Ingenieurbüro Fanger mit Sitz in Magdeburg.

Herr Fanger besuchte uns am 23. Juni 2011 und wurde von Professor Batel begrüßt, der ihm eine Zusammenfassung der bisherigen Projektarbeit vermittelte. Zunächst stellte er sich und den Geschäftsbereich seiner Firma vor. Er beschrieb gestenreich die verschiedenen Bohrpfahlgründungsarten, unterschiedliche Bohrpfähle und zu verwendende Gerätschaften und erläuterte die Unterschiede bezüglich der Konstruktion und Wirtschaftlichkeit.
Der Vortrag ging in einen geplanten Workshop über, doch bereits während der Rede konnten von uns Fragen gestellt werden, die sogleich beantwortet wurden. Herr Fanger erklärte ebenfalls eine Beispielstatik zu Bohrpfählen, die er mitgebracht hatte. Auch im Anschluss wurden von uns zahlreiche Fragen gestellt und von Herrn Fanger beantwortet. Vortrag und anschließende Diskussion vermittelten uns allgemeines Wissen zum Geschäftsbereich eines Ingenieurbüros und führten zielgerichtet zu unserem Projekt und diesbezüglichen konkreten Fragen.

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SIBAU GmbH in Genthin

Am 12. Juli 2011 fand in Genthin der Besuch der SIBAU GmbH mit Werksbesichtigung und anschließendem Vortrag und Workshop statt.

Wir wurden schon an der Tür durch den Betriebsleiter Herr Dipl.-Ing. Mario Feuerherdt begrüßt und es gesellten sich der Geschäftsführer Herr Dipl.-Ing. Heinrich Baumgärtel und der Mitarbeiter Herr Dipl.-Ing. Jochen Döbbelin aus der Kalkulationsabteilung hinzu.
Zunächst wurde uns eine Einführung in die Geschichte des ehemaligen VEB gegeben. Nach 1990 erfolgte die Aufsplittung in einzelne Betriebsteile und daraus entstand die SIBAU GmbH, welche seitdem den Bereich Brückenbau als auch Aufträge im Einzelteilbereich bedient.
Zuerst beobachteten wir in der Betriebshalle die laufende Einzelteilproduktion und schauten uns im Anschluss in einer Halle die Versiegelung mittels Sandabstrahlung an. Herr Baumgärtel stellte uns dann noch ein Projekt des Fraunhofer Instituts vor, zur Stromgewinnung aus Wasserkraft mittels motorisiertem Ponton.

Zum Schluss besuchten wir noch die Werkhalle für Großteile und begutachteten die vorgestellten automatisierten Schweißgeräte der SIBAU GmbH.

Auf dem Weg zum Konferenzraum konnten links und rechts entlang der Gänge alte und neue Projekte der SIBAU GmbH auf Fotografien betrachtet werden. Herr Feuerherdt kommentierte und erläuterte diese für uns.

Herr Döbbelin präsentierte uns eine Ausarbeitung zu abgeschlossenen Projekten und erläuterte
die Arbeitsweise im Unternehmen und an diesen Projekten vor allem in Bezug auf die Herangehensweise in der Auftragsbearbeitung.

Nach diesem Vortrag wurden vorbereitete Fragen der Gruppe Vorbereitung der Vergabe zum Thema Kalkulationsvorgänge gestellt. Einige dieser Fragen waren:

1. Wie würden Sie die Tätigkeit in der Kalkulationsabteilung beschreiben?
2. Wie gliedert sich ein Abnahmekonzept?
3. Wie würden Sie die Vergabestrategie in Ihrem Unternehmen entwickeln?

Die Antworten konnten wir in unser Projekt sehr gut einbringen.

Diashow zur Exkursion SIBAU GmbH in Genthin:

Zurück: Spezialtiefbau GmbH Magdeburg                                     Vor: Vortrag IB Fanger

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Spezialtiefbau GmbH Magdeburg

Wir besuchten eine Baustelle der Spezialtiefbau GmbH Magdeburg unter der Führung des Geschäftsführers Herrn Dipl.– Ing. Uwe Nadolny. Nach kurzer Einleitung zu seiner Person und den Aufgaben der Spezialtiefbau GmbH Magdeburg erhielten wir von ihm erst einmal einen Exkurs in die Grundlagen. Er beschrieb uns die Arbeitsweise des Bohrers, dem hier benutzten Doppelkopfverfahren und der Herangehensweise seiner Firma an einen solchen Auftrag.

Neben dem theoretisch vermittelten Wissen wurde uns auch am Bohrer selbst das Verfahren erklärt. Mit Hilfe des verwendeten Bohrers, eines Bauer BG 9 H, war bei unserer Ankunft die Bohrschnecke schon eingebracht worden. Das stufenweise Ausfahren der Bohrschnecke konnten wir Dank der Anweisung Herrn Nadolnys an den Bohrgerätführer erleben. Die Bohrschnecke und Verrohrung wurden von uns damit in voller Länge betrachtet. Während Herr Nadolny uns die weiteren Details beschrieb, wurde das Füllrohr mit Beton verfüllt. Der Beton, der über ebendieses Einfüllrohr eingebracht wird, verdrängt das im Bohrpfahl befindliche Grundwasser.

Dieses wird dann an den Seiten wieder nach oben gepresst, damit es oberhalb des Erdreiches ablaufen kann. Damit wird gewährleistet, dass der Beton nicht zu viel Wasser aufnimmt, was seiner Festigkeit entgegenwirken
würde.
Im letzten Arbeitsschritt, den wir leider nur theoretisch erläutert bekommen haben, wird der Bohrpfahlkopf abgestemmt, für die Anschlussbewehrung der Pfahlkopfplatte vorbereitet und die Pfahlkopfplatte angeschlossen.

Während der gesamten Besichtigung durften wir Herrn Nadolny Fragen stellen, die er sofort beantwortete. Dies waren u.a.

1. Wer legt die Prüfungen fest, die vor Baubeginn erfolgen müssen?
Der Prüfingenieur legt nach Vorlage der Tragwerksstatik die erforderliche Prüfung fest. Er hat das letzte Wort und dieses ist entscheidend.

2. Wie viel Personal wird benötigt zum Betrieb des Bohrers?
Drei Arbeiter sind erforderlich, um eine ordnungsgemäße Bedienung zu gewährleisten.

3. Wie viel Platz benötigt der Bohrer am Einsatzort und wie viel Fläche auf dem Weg zum Einsatzort?
Die Transportbreite beträgt im eingefahrenen Zustand 2,3 m. Am Arbeitsort wird eine Breite von 3,0 m benötigt. Die Bohrebene sollte 6,0 m nicht überschreiten.

Diashow zur Exkursion Spezialtiefbau GmbH Magdeburg:
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Die Laboruntersuchung

>> Mittwoch, 22. Juni 2011

Die Bodenproben von diesem Tag wurden von uns Studenten gemeinsam mit Frau Blume im Labor der HS Magdeburg-Stendal untersucht. Die hier erhaltenen Ergebnisse halfen uns, die Tiefengründung in einem späteren Schritt richtig zu dimensionieren.

Unsere Gruppe teilte sich hierbei, um möglichst viele Untersuchungen parallel durchführen zu können. Verschiedene Proben standen uns aus Genthin zur Verfügung und diese wurden zur besseren Unterscheidung entsprechend gekennzeichnet und zur Vermeidung der Austrocknung abgedeckt. Frau Blume bereitete mit uns die Proben für die Versuche zur Bestimmung der Fließ- und Ausrollgrenze, wie auch zur Bestimmung der Trocken- und Feuchtmasse vor.
Nach zweistündiger Laborarbeit musste eine 24-Stunden-Pause eingelegt werden. Am folgenden Tag konnten wir den Proben die gemessenen Werte zuordnen und diese in unsere Protokolle einfügen.

Diashow zur Laboruntersuchung:

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Die Bodenuntersuchung

>> Sonntag, 22. Mai 2011

Professor Batel stellte den Kontakt zur Baugrund und Umwelt Gesellschaft mbH her; daraus entstand ein gemeinsamer Termin für eine Bodengrunduntersuchung.

Der Geschäftsführer Dipl.-Ing. Torsten Schröder führte diese mit uns am 05.Mai 2011 durch. An diesem Tag begrüßte er uns in Genthin mit einer alten geologischen Aufschlusskarte zum Gebiet rund um das südliche Auflager der Brücke, aus der eine Einschätzung der eventuell vorzufi ndenden Bodenarten vorgenommen werden konnte.

Die Apparaturen zur Rammkernsondierung und Aufschlussbohrung wurden von Herrn Schröder und seinen Mitarbeitern aufgestellt.
Bei der Rammkernsondierung wird mit einem vorgeschriebenen Gewicht eine Eisenstange in den Boden gerammt. Hierbei werden die Schläge gezählt, die notwendig sind, um die Eisenstange 10 Zentimeter in den Boden zu rammen.
Während die Rammkernsondierung noch lief, wurde parallel die Aufschlussbohrung durchgeführt. Dazu wurde vor unseren Augen die Halterung auf den Boden gelegt und anschließend mit einem Preßlufthammer die Bohrstäbe in den Boden getrieben. Bis in eine Tiefe von 8 Metern erfolgte diese Bohrung.

Diashow zur Bosenuntersuchung:

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Die Baustellenbegehung

>> Montag, 16. Mai 2011

Am 14. April 2011 fuhren wir Studenten nach Genthin und machten uns, gemeinsam mit Herrn Henrik Täger, selbst ein Bild von der Bestandsbrücke. Beim Anblick der rostigen Träger war auch uns Studenten klar, dass die Brücke dringend erneuert werden muss. Wir begannen unseren Ausflug auf der Südseite in der Martha-Brautzsch-Straße und betrachteten Fundament und Treppenbeschaffenheit.
Sowohl die schmale Straßenzufahrt als auch die sehr nah am Ufer liegende Bebauung in Form von Häusern und eines Bootshafens führen zu dem Ergebnis, dass sich diese Seite nicht eignet zur Installation einer  Baustelleneinrichtungsfläche.

Beim Überqueren der Brücke erläuterte uns Herr Täger weiteres zur Kabelverlegung, zum Regenwasserablauf und zur Stahlkonstruktion. Der Bodenbelag wurde von uns ebenso in Augenschein genommen wie auch einige schon ausgebesserte Stellen. Anhand mitgebrachter Bestandspläne verglichen wir die Dokumentation mit der Realität. All das musste von uns außerdem unter dem Aspekt eines sinnvollen Kosten-Nutzen-Verhältnisses analysiert und diskutiert werden.

Während unserer Besichtigung der Brücke und des Ufers fuhren in regelmäßigen Abständen Transportschiffe den Kanal entlang und demonstrierten uns anschaulich die Notwendigkeit einer  zu verändernden lichten Höhe.
Auf der Norduferseite betrachteten wir ebenfalls Fundament und Treppe. Der Zugang auf dieser Seite ist wesentlich offener und freiflächiger gestaltet. Eine große Fläche kann hierbei als Baustelleneinrichtung genutzt werden. Die Straßenanbindung ist ebenfalls von Vorteil.

Diashow der Besichtigung: 


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